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Meine Zeit in Vancouver – negative und positive Erfahrungen aus meinem Sprachaufenthalt

Die Schweizer Schülerin Nicole hat vier Monate lang die EF Sprachschule in Vancouver besucht und bei einer kanadischen Gastfamilie gewohnt.
Meine Zeit in Vancouver – negative und positive Erfahrungen aus meinem Sprachaufenthalt

Mein erster Sprachaufenthalt

Bevor ich mich für einen Sprachaufenthalt nach Kanada entschied, sammelte ich Infos über die verschiedenen Sprachschulen meiner Region. EF gefiel mir am besten. Dann ging es weiter mit welcher Destination. Amerika fiel schnell weg – zu jung. England – zu nahe. Australien – zu viele komische Tiere. Kanada, Vancouver – perfekt! Ich wurde von Anfang an super betreut und beraten. Obwohl meine Vorfreude sehr groß war, hatte ich auch schlechte Gedanken und Angst vor einer negativen Erfahrung. Mein Flug über London nach Vancouver lief aber problemlos ab. Auch die Einreise verleif ohne Probleme.

Der erste Schultag an der Sprachschule

Am ersten Schultag hatten wir einen Infomorgen und eine kleine Stadtführung am Nachmittag. In meiner Klasse habe ich schnell guten Anschluss gefunden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei meiner Gastfamilie (ich hatte sehr schnell Heimweh und fand es schwierig damit umzugehen) lief dann zum Glück alles gut und ich bin glücklich, dass ich vier Monate bei ihnen wohnen durfte. Mein Einzelzimmer war klein, aber gemütlich. Alle anderen in meinem Haus waren freundlich und boten mir ihre Hilfe an.

Die EF Sprachschule in Vancouver liegt an der berühmten Granville Street. Egal um welche Uhrzeit, es läuft immer etwas Cooles dort. Die Schule selber ist auf zwei Stockwerke aufgeteilt. Im unteren Stock sind die General Class Zimmer, Empfang, Büros und der Aufenthaltsraum. Oben liegen die Klassenzimmer für die Cambridge Kurse und das Vorbereitungsjahr der Universität. Die Lehrer und alle anderen Mitarbeiter der Sprachschule sind äußerst freundlich, offen und hilfsbereit. Je nach Problem oder Anliegen gab es eine andere Ansprechperson, die mit größter Mühe eine Lösung fand.

Die Schulstunden in der General Class waren nicht sehr anspruchsvoll, eher für den Spaß. Jedoch war ich froh über die Sprachstunden, mein Hirn musste sich zuerst auf Englisch umstellen. Mitte März wechselte ich in den Cambridge Advanced Course, um die CAE Prüfung im Juni zu machen. Meine Klasse bestand aus 15 Schülern, die meisten davon aus der Schweiz. Jedoch sprachen meine Freunde (alles Schweizer) und ich praktisch nur Englisch. Unsere Englischblasen im Hirn würden kaputt gehen falls wir unsere eigene Sprache sprechen, mahnte uns unser Lehrer Simon immer. Und es stimmt. Je mehr man sich mit der englischen Sprache befasst in der Schule, beim Musik hören oder TV schauen, desto mehr macht man Vorschritte.

Der CAE Kurs war streng und anspruchsvoll, aber ich habe auch nichts anderes erwartet. Mein Ziel für die Zeit in Vancouver war, so viel wie möglich zu erleben und zu lernen. Im Nachhinein weiß ich, dass ich beides erreicht habe. Mein Englisch katapultierte sich in die Höhe, ich konnte mich ohne Probleme mit allen Leuten unterhalten und mit ihnen Späßchen machen. Am Samstag den 06.06.2015 hatten wir unsere CAE Prüfung. Alle waren nervös und wussten nicht genau was auf uns zukommen wird. Die Prüfung ging schneller vorbei als erwartet und das positive Resultat 6 Wochen später war Belohnung für all die Stunden des Lernens.

Mit meinen neuen Freunden unternahm ich einiges z.B. einen Ausflug nach Seattle oder in die Whistler Mountains. Dies war noch am Anfang meiner Zeit in Vancouver. Als ich in die neue Klasse wechselte, lernte ich meine „richtigen“ Freunde kennen. Wenn man den ganzen Tag in der Schule zusammen ist, nach dem Unterricht noch etwas unternimmt und auch an den Wochenenden zusammen sitzt, wächst man sehr schnell zusammen. Vor allem weil man trotzdem noch in einer fremden Stadt ist. English Bay, Lighthouse Park, Queen Elisabeth Park, Stanley Park, Rogers Arena der Vancouver Canucks, Cambie Bar, Victoria, Van Dusen Botanical Garden oder Grouse Mountain sind nur wenige Orte, die man in Vancouver unbedingt gesehen haben muss.

Ich bin ganz ehrlich, am Anfang wollte ich nur nach Hause. Die Stadt war mir viel zu groß, ich verstand kein Wort und das Heimweh nach meiner Familie war sehr stark. Je länger ich dort war, desto besser ging es mir. Am Ende hatte ich so gute Freunde, kannte mich in der Stadt besser aus als zu Hause in Zürich, hatte keine Probleme zu sprechen und erlebte jeden Tag so viel Gutes und spannendes, dass ich gar nicht nach Hause wollte. Leider geht jede wunderschöne Zeit irgendwann einmal zu Ende. Trotz meinen Ups & Downs würde ich mich sofort wieder für EF und Vancouver entscheiden.

Ich kann nur weiterempfehlen diese Erfahrung zu machen und daran zu wachsen.

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