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Sarnie und Sandwich: Englisch in 5 Dialekten – Teil 2

Sarnie und Sandwich: Englisch in 5 Dialekten – Teil 2

Wir sind zurück mit einem weiteren Vergleich englischer Wörter aus der ganzen Welt. Falls du die letzte Ausgabe unserer Megabattle verpasst hast, sind hier die Regeln: Wir nehmen ein Wort und finden heraus, wie man es in den englischsprachigen Dialekten der USA, Großbritanniens, Australiens, Neuseelands und Südafrikas nennt. Also, langer Rede kurzer Sinn: Lasst die Mega-Battle beginnen!

Als erstes lass uns unsere Teilnehmer willkommen zurück heißen:

Aus Großbritannien: Tom
Aus den Vereinigten Staaten: Martinique
Aus Australien: Erin
Aus Neuseeland: Fiona
Aus Südafrika: Christine

1. PARTY

Tom: Jeden, den ich kenne, nennt eine Party “a do”. Also kannst du ein birthday do, ein wedding do, ein anniversary do und so weiter sagen. A do deutet normalerweise an, dass es bis zu einem bestimmten Grad förmlich zugeht, was Sinn macht, da die Briten jederzeit total viel Klasse haben.

Martinique: Wir sagen einfach party, was du in all den populären Songs von Miley Cyrus bis zu Kendrick Lamar hören kannst. Wenn eine Party ausgeflippt ist, nennst du sie einen rager. Oder, wenn du aufs Ganze gehen möchtest, dann kannst du “Party like it’s your birthday!” sagen.

Erin: In Australien wirst du zu einem bash eingeladen, was keine Entschuldigung dafür ist, auszurasten und Dinge zu zerstören! Dieses Wort wird vor allem in Zusammenhang mit birthdaybash verwendet. Bei anderen Veranstaltungen, wie Abschlussfeiern oder Einweihungsfeten, sagen wir einfach party.

Fiona: Für Kiwis ist a do etwas, was wohl unsere Großeltern sagen, aber dieses Wort wird definitiv von niemand Jüngeres verwendet, selbst nicht von meinen Eltern! Bleib einfach bei party, wenn du in Neuseeland bist.

Christine: Die südafrikanische Version von Party ist wahrscheinlich das großartigste Wort aller Zeiten: jol. Es kann als Verb verwendet werden (to jol, was feiern bedeutet) oder als Nomen (a jol, was Party bedeutet), aber um besonders lekker (siehe unten) zu sein, kannst du den Begriff verwenden, um etwas als cool, sexy oder unglaublich zu beschreiben. (Und eine kleine Sonderinformation für all die Romantiker da draußen: Jol wird auch benutzt, um eine lange Kuss-Session zu beschreiben.)

2. EINE KLEINE ORANGE

Tom: In England nennen wir die meisten kleinen Orangen clementines, auch wenn sie eigentlich Satsumas oder Mandarinen sind. Für uns ist das alles dasselbe und wen kümmert es schon, solange sie lecker und zitronenartig sind?

Martinique: Während wir sowohl mandarins als auch clementines sagen, benutzen wir auch das Wort tangerines, weil wir uns im Gegensatz zu einigen Briten Gedanken über Zitrusfrüchte machen. Was der Unterschied ist? Nun, ich bin froh, dass du gefragt hast: Mandarinen sind etwas kleiner als ihre Orangen-Freunde und tangerines sowie clementines sind Mandarinenvarianten. #somehrmanweiß

Erin: Ich denke, ich hatte bisher noch nicht das Glück, unterschiedliche Mini-Orangen kennenzulernen – obwohl ich definitiv behaupten würde, dass lecker-köstliche mandarins die am häufigsten gegessene (und gesehene) Alternative sind.

Fiona: Wir sagen zu einer kleinen Orange normalerweise mandarins, auch bekannt als die süße, leicht zu pellende Orange, die man überall essen kann. (Also das ist doch ein Slogan!)

Christine: In Südafrika nennen wir diese Frucht eine naartjie, was ursprünglich von dem tamilischen Wort nartei stammt. (Obwohl wir eine kleine Orange seit 1790 naartjie nennen, scheint doch niemand außerhalb Südafrikas diesen Begriff zu kennen.)

3. EINEN KATER HABEN

Tom: Die allgemeine britische Abkürzung ist hanging, was offensichtlich eine Abkürzung von hung, einem Wortteil aus hungover ist. Also theoretisch: You’re hanging on a hangover. Die Folgerung daraus ist, dass du nicht loslassen solltest, da es dir wahrscheinlich überall schlecht gehen würde.

Martinique: Wir sagen einfach: “I’m hungover!” und versuchen so schnell wie möglich zu genesen, was ich möglicherweise aus Erfahrung kenne, nur das es nach dem 25. Lebensjahr schwieriger wird. Denk einfach daran, dass Wasser dein Freund ist.

Erin: Aussies fühlen sich für gewöhnlich seedy nach zu viel Rum und Cola. Das ist genug, damit jeder schwört, das Trinken (wieder mal) sein zu lassen.

Fiona: Nach zu vielen Bieren oder Sav Blancs fühlst du dich vielleicht etwas hung am nächsten Tag, was bedeutet, dass du dich etwas lädiert fühlst und es vielleicht ruhig angehen solltest.

Christine: Südafrikaner sagen: “I‘ve got a moerse babalas!” In Zulu bedeutet I-babalazi betrunken, also ist ein babalas natürlich das dazugehörige Symptom, richtig? Alleine den Begriff auszusprechen, lässt dich wie betrunken klingen.

4. AMPELN

Tom: Im britischen Englisch wird traffic lights einfach zu lights abgekürzt. Also sagst du: “I got stopped at a red light.” oder “The lights were green when I drove through them.” (Das ist unsere Version der Geschichte und dabei bleiben wir.)

Martinique: Wir sagen normalerweise stop light oder light. Beispiel: “Go down two blocks and make a left at the light.” Ich weiß, dass die Briten den Plural verwenden, aber nur ein Licht leuchtet auf einmal auf! (Das ist einer von vielen Gründen, warum wir unabhängig vom United Kingdom geworden sind. Ja, das ist unsere Variante der Geschichte und dabei bleiben wir.)

Erin: Wir folgen dem britischen Beispiel und sagen zu Ampeln lights.

Fiona: Wir richten uns hierbei nach unserem Mutterland (dem UK) und halten uns auch an lights.

Christine: In Südafrika könntest du “Make sure to turn left at the robot.” zu hören bekommen. Ja, die meisten Touristen würden wohl nach einer Star Wars – Figur auf der Straße suchen, aber in Südafrika ist das ein ganz normaler Ausdruck. Angeblich stammt der Begriff aus den guten alten Zeiten, als Ampeln noch per Hand von Polizeioffizieren gesteuert wurden, welche dann von einer Maschine ersetzt wurden – daher der Name robot. Jedoch scheint es so, als wären Südafrikaner nicht die einzigen schlauen Leute auf der Welt – in Großbritannien wurde dieses Wort bis zum Ende der 1930er verwendet. Ich wette, du wusstest das nicht, Tom?

5. SANDWICH

Tom: Im britischen Englisch wird dies bizarrerweise zu sarnie abgekürzt, was eigentlich nur Slang für ein Sandwich mit Speck war, aber mittlerweile auch Sandwiches jeder Geschmacksrichtung miteinbezieht. Es stammt aus den 1960ern, also kann ich die Schuld meinen Großeltern zuweisen, solch ein lächerliches Wort aufrechterhalten zu haben.

Martinique: Wir sagen Sandwich, aber du kannst auch spezifischer werden: BLT, zum Beispiel, ist kurz für bacon, lettuce, tomato (Speck, Salat, Tomaten), was dein ganzes Sandwich sein kann oder nur zusätzliche Zutaten.

Erin: In Australien ist sanger das gebräuchliche Wort. Vegemite sanger? Schinken sanger? Hühnchen-Salat sanger? Alles köstliche Mittagsgerichte!

Fiona: Das sammie, Slang für ein Sandwich in Neuseeland, gehört einfach zum Mittagessen dazu und kann in jeder Form erscheinen, so lange es zwei Teile Brot mit ein paar Belegen sind.

Christine: In Südafrika mögen wir Sand in unserem Essen nicht so gerne, also haben wir das Wort komplett zu sarmie verändert. (Wir haben schon genug Sand, danke vielmals.)

6. WIRKLICH NETT

Tom: Das ist ein interessanter Ausdruck, da es viele Wörter gibt, die really nice bedeuten. In meinem lokalen Akzent (aus dem Westen Englands) sagt man so etwas wie lush. (Irgendwann mal bedeutete lushfür die Sinne ansprechend, also vermute ich, dass da der Ursprung dieser Bedeutung liegt. Das klingt doch auch nett, oder?)

Martinique: Wenn du jemanden sagen hörst: “That is really nice!”, könnte das tatsächlich bedeuten, dass sie etwas wirklich nett finden oder sie das Gegenteil ausdrücken wollen und es als etwas Schreckliches bezeichnen. Wir Amerikaner können ziemlich sarkastisch sein oder diplomatisch um den Brei herumreden, also achte auf die Betonung. Wenn du nicht falsch verstanden werden möchtest, kannst du sweet, spiffy, great, wicked bzw. awesome sagen.

Erin: In Down Under gibt es Dutzende Wörter, die really nice bedeuten, aber die meisten davon werden heutzutage von den Oldies (älteren Leuten) benutzt! Die Jüngeren sagen häufig sweet, ace bzw. awesome.

Fiona: Kiwis verwenden häufig das Wort as um das folgende Adjektiv zu betonen, also in diesem Fall würden wir nice as sagen, was really nice bedeutet.

Christine: Als die niederländischen Siedler die Briten luscious sagen hörten, um die Schönheit Südafrikas zu beschreiben, entschieden sie sich, die übersetzte Version lekker zu verwenden und es zur südafrikanischen Umgangssprache hinzuzufügen.

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