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Englischkenntnisse in Österreich im Vergleich zum Rest der Welt

Englischkenntnisse in Österreich im Vergleich zum Rest der Welt

Heutzutage sind gute Englischkenntnisse wichtiger denn je, da sie nicht nur den Weg für eine internationale Karriere ebnen, sondern auch das Ticket für eine globale, vernetzte Zukunft sind. Gleichzeitig spielt das Englisch-Niveau sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene eine wichtige Rolle, da es viel über die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und die Zukunftsaussichten eines Landes aussagt.

Eine der wichtigsten Studien, die Aufschluss über das Englisch-Niveau von verschiedenen Ländern gibt, ist der EF English Proficiency Index (EPI). In diesem Jahr vergleicht die EF EPI-Studie 2021 die Englischkenntnisse von weltweit insgesamt 2 Millionen Erwachsenen in 112 Ländern und Regionen und zeigt wichtige Korrelationen zwischen dem Englisch-Niveau eines Landes im Verhältnis zum wirtschaftlichen Wohlstand, Lebenserwartung und Pro-Kopf-Einkommen.

Rangführer der diesjährigen Studie sind wie bereits im letzten Jahr die Niederländer mit 663 Punkten, dicht gefolgt von uns Österreichern mit 641 (ja, richtig gelesen!!) und Dänemark mit 636 Punkten. Schweden rutscht weiter ab und liegt nun nur noch auf dem 8.Rang mit 623 Punkten.

Österreich erzielte dieses Jahr sein bestes Ergebnis aller Zeiten und hat sich im Vergleich zu 2019 in Sachen Englischkenntnisse um ganze 6 Positionen verbessert. 2019 belegten wir noch den 8. Platz und 2020 schon den Sechsten.  Damit liegen wir in der Kategorie “Sehr gute Kenntnisse”. Unsere Nachbarn in Deutschland sind dieses Jahr überraschend aus der Top 10 gepurzelt. Sie konnten sich dieses Jahr nur den 11. Platz sichern. Auch die Schweiz verschlechterte sich dieses Jahr leider und rutschte von Rang 18 auf Rang 25. Die Schweiz befindet sich damit aber weiterhin in der Kategorie “Gute Englischkenntnisse”.

Deutlich schlechtere Ergebnisse gibt es hingegen in südlicheren Ländern. So erreichte Spanien beispielsweise nur Rang 33 (eine Position besser als im Vorjahr) in der EPI Studie und auch Italien findet man erst bei Rang 35. Beide landen somit in der Kategorie “mittelmäßige Englischkenntnisse”.

Wien und Graz haben die besten Englischkenntnisse

Auch im österreichischen Städteranking zeigen sich klare regionale Unterschiede. In diesem Jahr hat Wien im Rennen der Großstädte die Nase vorn und belegt mit 658 Punkten den ersten Platz vor Graz mit 641 Punkten. Innsbruck folgt leicht abgeschlagen auf Platz drei mit 637 Punkten.

Damit setzt sich Wien im Vergleich zum Vorjahr wieder vor Graz an die Spitze als die österreichische Großstadt mit den besten Englischkenntnissen und liegt im weltweiten Städteranking damit auf Platz vier.

Österreichische Männer mit besseren Englischkenntnissen als die Frauen

Im Kampf der Geschlechter holen die Männer den Titel als das Geschlecht mit den besseren Englischkenntnissen. Die Männer holten 646 Punkte und liegen damit ganze 10 Punkte vor den österreichischen Frauen mit 636 Punkten.

Im weltweiten Vergleich spiegelt sich dieser Trend ebenfalls wider.

Beim Vergleich der Generationen landen in Österreich alle Altersgruppen in der Kategorie “sehr gute Englischkenntnisse”. Die besten Ergebnisse erzielen hier die 21- bis 25-Jährigen mit 667 Punkten, dicht gefolgt von den 26- bis 30-Jährigen mit 660 Punkten. Die 18- bis 20-Jährigen landen dieses Jahr nur auf Platz 4 mit 623 Punkten direkt hinter den 31-40-Jährigen mit 624 Punkten.

Im weltweiten Trend teilen sich die 26- bis 30-Jährigen den 1.Platz mit den 31-40-Jährigen. Knapp dahinter liegen die 21- bis 25-Jährigen. Allgemein spiegelt sich sowohl in Österreich als auch weltweit die wachsende Bedeutung des Englischen im Umfeld von jungen Erwachsenen wider. Der Englischunterricht in der Universitätsausbildung und auch Auslandsaufenthalte in dieser Zeit tragen zu besseren Kenntnissen bei.

Auch die Verfügbarkeit von Englischpraxis am Arbeitsplatz in einer Reihe von Junior-Rollen und Branchen spielen bei diesen Ergebnissen eine Rolle. Dass immer mehr Unternehmen auf die Englischausbildung ihrer Mitarbeiter setzen, zeigt auch das Abschneiden der 31- bis 40-Jährigen, die mittlerweile die 26-30-Jährigen eingeholt haben und ebenfalls “sehr gute Kenntnisse” vorweisen können.

Die Altersgruppe 41+ schneidet dieses Jahr auch zum ersten mal sehr gut ab. Mit 612 Punkten konnte diese Altersgruppe sich stark verbessern und befindet sich nun auch in der höchsten Kategorie “sehr gute Englischkenntnisse”. Die Lücke zwischen den jüngeren und den älteren Generationen wird damit kleiner.

Mitarbeiter schließen zu Führungskräften auf

Obwohl Führungskräften weltweit nach wie vor über etwas bessere Englischkenntnisse verfügen, schlossen ihre Mitarbeiter was die Englischkenntnisse betrifft zu ihnen auf. Diese Demokratisierung
der Englischkenntnisse über alle Führungsebenen hinweg steht im Einklang mit den sich stetig verbessernden
Englischkenntnissen von Erwachsenen über 30.

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