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Wie du dein schriftliches Englisch verbesserst: 7 Tipps

Wie du dein schriftliches Englisch verbesserst: 7 Tipps

Eine Busfahrkarte kaufen, zum Arzt gehen, eine Wohnung mieten oder schlicht den Mund aufmachen, um eine ganz normale Unterhaltung zu führen – für die meisten Leute, die Englisch lernen, ist das Sprechen am wichtigsten; man lernt schließlich in erster Linie, um zu kommunizieren.

Aber dabei solltest du nicht vergessen, dass auch das Schreiben eine zentrale Art zu kommunizieren ist – selbst in der Ära von Snapchat und Instagram. Um dir auf diesem Gebiet zu helfen, haben wir dir sieben ganz praktische Tipps zusammengestellt, um dein schriftliches Englisch zu verbessern.

1. Lesen, lesen, lesen

Hast du das schon öfter zu Hören bekommen? Da bist du nicht allein. “Mehr lesen” wird deshalb so häufig empfohlen, wenn man seinen schriftlichen Ausdruck verbessern will, weil es einfach funktioniert! Beim Lesen lernt man nebenher neue Vokabeln kennen, begegnet häufig interessanter Wortwahl und schönen Wendungen, die man in eigene Texte integrieren kann.

Dabei ist es relativ egal, was man liest. Es geht darum, oft und viel Verschiedenes zu lesen. Romane, Sachbücher, Blogs, Zeitungsartikel, Zeitschriften – einfach lesen, und wenn die Texte gut geschrieben sind, umso besser!

2. Verbanne diese Wörter

Um deine Texte auf eine neue Ebene zu heben, solltest du diese kleinen Bösewichte vermeiden: very, really, quite, good, got, stuff, und things. Vielleicht fragst du dich jetzt, ob das wirklich so viel bringt, wenn du bloß einige simple Wörter weglässt. Aber es handelt sich dabei um sinnleere Wörter: Sie sagen nur wenig aus und ohne sie bedeutet dein Text nichts anderes, aber er liest sich weit besser!

Extratipp: Statt “very/really + Adjektiv” kannst du ein extremes Adjektiv wählen. Dann wird aus very hungry eben ravenous. Und statt run really fast schreibst du sprint. Really dirty wird zu filthy. Du hast hunderte von Adjektiven zur Auswahl, also benutze eines, das genau trifft, was du sagen willst.

3. Benutze ein Synonymwörterbuch

Nachdem du die wenig aussagekräftigen Wörter aus deinen Texten eliminiert hast, musst du dir richtig guten Ersatz suchen. Sag hallo zu deinem neuen besten Freund, dem Synonymwörterbuch oder Thesaurus. Mit seiner Hilfe kannst du jene Wörter, die du zu häufig benutzt, durch interessantere, passendere oder fortgeschrittene Alternativen ersetzen.

(Ein paar Beispiele: cloth > fabric; money > cash; change > alter; happy > glad; decorate > embellish; improve > enhance.) Wenn du allzu gängiges oder simples Vokabular vermeidest, wird dein Text individueller und klingt raffinierter oder anspruchsvoller. Achte allerdings darauf, es nicht zu übertreiben! Deine Texte sollten sich immer noch flüssig lesen lassen und dem jeweiligen Adressaten angemessen sein (siehe Punkt 5).

4. Benutze und achte auf Redewendungen

Redewendungen sind Wortverbindungen, die häufig genutzt werden, selbst wenn eine andere Kombination grammatisch ebenso korrekt wäre. Im englischen benutzt man zum Beispiel die Wendung “heavy rain”. Du könntest ebenso gut “strong rain” sagen – aber das klingt für Muttersprachler sehr merkwürdig.

Weitere Beispiele wären weak tea (nicht etwa feeble tea), excruciating pain (aber nicht excruciating joy), tall trees (nicht high trees), buy time (statt purchase time), und fast cars (nicht quick cars), und viele weitere. Dir solche typischen Redewendungen anzueignen hilft enorm dabei, deine Texte natürlicher klingen zu lassen.

Um herauszufinden, welche Wortkombinationen häufig genutzt werden, kannst du mit einem Basiswort anfangen – zum Beispiel make, do, get, break, tell – und die dazugehörigen Wendungen nachzuschauen. Alternativ kannst du mit einem Typus anfangen und einige Beispiele dazu auswendig lernen. Es gibt zum Beispiel folgende Typen:

  • Adverb + Adjektiv (Bsp. completely satisfied, widely available, bitterly disappointed)
  • Adjektiv + Substantiv (strong coffee, heavy traffic, severe weather)
  • Verb + Substantiv (commit suicide, do your homework, make amends)
  • Substantiv + Substantiv (a surge of anger, liquor licence, panic attack)

5. Für wen ist ein Text gedacht?

Beim Schreiben ist es besonders wichtig, den Adressaten immer im Kopf zu haben. Überleg’ doch mal: Du benutzt andere Begriffe, wenn du deinen Lebenslauf aufpolierst, eine Hausarbeit für die Uni schreibst oder einen Artikel für deinen Blog verfasst.

Es gibt Unterschiede im Tonfall und in der Wortwahl. Bevor du also einfach drauflos schreibst, denke über Folgendes nach: Soll es ein formeller Text werden, zum Beispiel eine Bewerbung an einer Universität, ein Anschreiben für eine Job-Bewerbung oder eine Hausarbeit? Solche Texte haben bestimmte Kriterien:

  • Normalerweise komplex, mit längeren Sätzen und ausführlich beschriebenen Aspekten
  • Weniger emotional und nicht dazu gedacht, den Leser zu beeinflussen
  • Typischerweise benutzt man hier die Langform von Wörtern, etwa cannot, would not have, television anstelle von can’t, wouldn’t have, TV.

Wenn du allerdings etwas weniger Formelles schreibst, zum Beispiel einen Blogartikel, einen persönlichen Brief oder einen Werbetext, dann gelten andere Regeln:

  • Du kannst schlichtere Sprache und kürzere Sätze verwenden, um deine Gedanken in leicht verständlicher Form auszudrücken
  • Hier benutzt du eher Kurzformen (can’t, wouldn’t have, TV)
  • Auch Umgangssprache und ein Plauderton, der den Leser direkt anspricht, passt hier gut (dazu gehören Slang-Ausdrücke, Stilfiguren, Nebenbemerkungen und Personalpronomen (I, you, my, your…)
  • Experimentiere mit Empathie und Emotionen

6. Verwende lieber aktive als passive Ausdrücke

Für klare, präzise Texte ist es meist besser, im Aktiv zu schreiben statt im Passiv. (Ein Beispiel: “The shark bit the surfer” ist klarer und auch etwas bewegender als “The surfer was bitten by the shark”.)

Es gibt zwar eine ganze Reihe guter Gründe, das Passiv zu verwenden – etwa wenn man verbindliche Regeln aufstellt oder aus einer Position der Autorität spricht (“Children are not allowed to swim without an adult”), oder um das Subjekt des Satzes taktvoll ausblenden möchte (“The cause of the confusion was unknown”) – aber du solltest möglichst vermeiden, zu viele Sätze im Passiv zu formulieren.

7. Bitte andere um Hilfe

Es ist sehr schwer, allein zu lernen – also trau dich und bitte um Feedback zu dienen Texten. Englische Muttersprachler mit einem Interesse an Texten und Sprache sind dabei natürlich die besten Korrekturleser, aber auch ein Nicht-Muttersprachler mit fortgeschrittenen Sprachkenntnissen kann dir helfen.

Nachdem dein Korrekturleser deinen Text mit Anmerkungen versehen oder verbessert hat, änderst du ihn entsprechend ab und bittest um ein letztes kurzes Drüberschauen, bevor du deinen Text irgendwo einreichst oder veröffentlichst.

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