5 Städte, denen die Umwelt am Herzen liegt

Es ist April, da kommt der Tag der Erde auf uns zu. Earth Day wird alljährlich am 22. dieses Monats begangen und ist ein wichtiger Tag, um unseren Planeten zu feiern, aber auch um die ernsten Probleme, mit denen die Erde zu kämpfen hat, zu thematisieren.
Eigentlich sollten wir keinen festgelegten „Feiertag“ benötigen, um uns vor dem glorreichen Phänomen zu verbeugen, das wir schlicht Erde nennen. Wir sollten unsere Erde jeden Tag ehren, indem wir die Natur um uns herum mit Wertschätzung behandeln. Von riesigen Mammutbäumen, die mit der Weisheit von tausend Jahren Sauerstoff in unsere Welt atmen, bis hin zu jedem Krümel mineralreichen Bodens, der die Lebensgrundlage von Milliarden sich stetig erneuernder und vermehrender Organismen darstellt.
Das ist das Gesamtbild, aber schauen wir uns doch einige konkrete Beispiele an. Anlässlich des diesjährigen Earth Day werfen wir einen Blick auf fünf Städte, die sich ihrer Auswirkungen auf die Umwelt bewusst sind und Verantwortung übernommen haben, indem sie Abfall und Umweltverschmutzung reduzieren.
1. San Diego
Mit kilometerlanger Küste, ganzjährigem Sonnenschein und einfachem Zugang zu einigen der beeindruckendsten Naturlandschaften Kaliforniens gibt es in San Diego viele gute Gründe, Nachhaltigkeit ernst zu nehmen. Die Stadt hat in umweltfreundlichere Verkehrsmittel, erneuerbare Energien und Initiativen investiert, die darauf abzielen, Abfall zu reduzieren sowie die Strände und umliegenden Ökosysteme zu schützen.
Auch der Outdoor-Lifestyle der Stadt sorgt dafür, dass umweltfreundlichere Fortbewegungsmöglichkeiten ganz selbstverständlich wirken. In der ganzen Stadt gibt es Wege zum Spazierengehen und Radfahren, während Parks und geschützte Küstengebiete Einwohnern und Besuchern zahlreiche Möglichkeiten bieten, die Natur zu genießen, ohne sich weit vom Stadtzentrum entfernen zu müssen. Dazu kommen eine starke lokale Gastronomieszene und ein wachsendes Interesse an nachhaltig erzeugten Lebensmitteln – damit verdient sich San Diego seinen Platz unter den grüneren Städten der USA.
2. Singapur
Der unabhängige Stadtstaat erscheint weit entfernt von den umgebenden Ländern Malaysia und Indonesien – eine winzige Insel und gleichzeitig ein Knotenpunkt hochmoderner Architektur und wirtschaftlicher Innovation. Die berühmteste Grünanlage, die Gardens By the Bay, beherbergt einen Hain aus hoch aufragenden “Superbaum”-Strukturen, die Sonnenenergie sammeln, um jede Nacht eine bunte, aufregende Lichtshow anzutreiben. Diese “Bäume” werden dazu von Tausenden von vertikal wachsenden Pflanzen bewohnt.
Die Gärten sind nur ein beeindruckendes Beispiel für “grünes Bauen”, das sich inzwischen über die ganze Stadt erstreckt, mit immer mehr Sonnenkollektoren, Wassersparsystemen, gemeinsamen Arbeitsräumen und Dachgärten, die in die Stadtplanung integriert sind.
3. Vancouver
Die Stadt liegt umgeben von grüner Natur im Herzen von British Columbia – die glitzernde Weite des Pazifiks auf der einen Seite und die schneebedeckten Gipfel der Rockies auf der anderen – da ist es nicht schwer zu begreifen, warum Vancouver eine umweltfreundliche Stadt ist. Und eine Stadt die weiß, wie sie ihre beeindruckende, fruchtbare Umgebung am besten nutzt, mit lokalen Bauernmärkten und ihren frischen Waren in jedem Viertel und einer coolen TapMap-App, die Sie herunterladen können, um den nächsten öffentlichen Trinkbrunnen zu finden. Ein Großteil der Stadt ist außerdem fußgängerfreundlich, dazu gibt es ein wachsendes Netz von Fahrradwegen, das sich von der West 10th Avenue aus über die Stadt erstreckt.
Der Plan ist, bis 2020 die grünste Stadt der Welt zu werden und die CO2-Emissionen um 33% zu reduzieren. Außerdem hat die Stadt vor, weitere 150.000 Bäume zu pflanzen. Das ist produktiver Ehrgeiz, der allen zugutekommt, Vancouver!
4. New York
Wenn man an “umweltbewusst” denkt, ist New York City wahrscheinlich der letzte Ort, der einem spontan in den Sinn kommt. Und dennoch, mit fast zwei Millionen Einwohnern auf der vergleichsweise winzigen, 22,7 Quadratmeilen großen Insel Manhattan ist es schlichtweg unvermeidbar, eine nachhaltige Stadt zu sein.
Der Big Apple hat die niedrigste Zahl an Autobesitzern in den gesamten USA. Über 1,5 Millionen Einwohner nutzen die U-Bahn, um von A nach B zu gelangen, und tragen so zu einem extrem niedrigen Pro-Kopf-CO2-Ausstoß bei. Auch die unzähligen Hochhäuser und Mehrfamilienhäuser (in denen die Menschen weniger Platz verbrauchen und Ressourcen teilen) tragen zur guten Energieeffizienz der Stadt bei.
5. Seoul
Seoul ist weltweit führend im Bereich technologischer Innovation und gehört zu den ursprünglichen “Smart Cities” des Planeten, in denen die Technologie zur Steuerung und Verbesserung des öffentlichen Lebens und der Stadtplanung eingesetzt wird.
Zum Beispiel werden hier offen elektronische Daten über die Stadt erhoben und über das Internet geteilt. Das Sammeln der Daten erledigen Bürger, Geräte und Maschinen. Einige dieser Daten werden verwendet, um Live-Updates und Statistiken für das integrierte öffentliche Verkehrssystem bereitzustellen, damit die Menschen wissen, wie häufig und sinnvoll sie die Züge nutzen und wann es am besten ist, dies zu tun. Die Bahnbetreiber sind in der Lage, die Ressourcen besser zu verwalten, und den Einwohnern wird es leichter gemacht, selbst auch umweltbewusster zu handeln.